|
Strahlender
Sonnenschein erwartete uns am ersten Märzwochenende in Bad
Malente-Gremsmühlen. Im Wald hinter der Sportschule lag noch Schnee, auf
dem Malenter See trieben die letzten Eisschollen dieses Winters. Aber
statt sich den ganzen Tag bei Glühwein die Sonne auf die Nase scheinen
zu lassen, rollten wir – sprich 42 Aikidoka aus ganz Norddeutschland –
fleißig über die Matte. 9 Stunden Training am Wochenende standen auf dem
Programm, ein Trainingsumfang, der zwei Bundeswochenendlehrgängen
entspricht und demzufolge mit -4- „Technischen Einheiten“ im
Lehrgangsausweis festgehalten wird. Jede Menge hochklassiger Input,
Thomas servierte uns Nordlichtern Aikidokost vom Feinsten.

Basisarbeit
war angesagt, auch wenn die vierte Kata sowie Waffenarbeit anstand. Nun
grade deshalb ging es um die Basis. Präzise in technischer Ausführung
und in seinen Erklärungen legte Thomas dar, wie die Ausweichbewegung aus
dem Zentrum über die Führung der Tegatana quasi das Geheimnis der
Techniken bildet. Ausweichen, Umlenken, vielfach geübt, die Ukes flogen
noch im Schlaf wie von Zauberhand über die Matte. Ausgehend von den in
der vierten Kata zu zeigenden Techniken übten wir das Basisprogramm:
Ude-oasae, Kote-mawashi, Kote-hineri, aber auch diverse Wurftechniken
wurden von Thomas ins Detail genau auf ihre Funktion hin erklärt und
gezeigt. Wie muss die Führung sein, damit Uke beim Ude-kime-nage von
selbst fällt. So manch eine verborgene Drehung der Hand nehme ich nach
Hause für das Schatzkästchen mit.
Schwerpunkt
der Waffenarbeit war zunächst der Stab. Mit akrobatischen
Balanceübungen: „Führt den Stab einmal um die Hand und fangt ihn wieder
auf!“ machten wir uns mit der Waffe vertraut. Einige von uns schulten
dabei um zur Disziplin Stock-Weitwurf. Es brauch halt etwas Übung und
Zeit bis der Stab anwächst und kein Fremdkörper mehr ist. Aber weiß man
ihn zu führen, wird er zum wirkungsvollen Instrument und aus der
Ausweichbewegung wird im Nu eine Technik. Thomas gelang ist mit seinem
schmackhaften und anspruchsvollen Input, die Gruppe zum intensiven Üben
zu bewegen. Alle waren eifrig dabei, wenngleich verständlicherweise am
Samstagabend die Kräfte schwanden. Wie gut, dass es in Malente die Bar,
das Kaminzimmer und eine Sauna gibt. Die Umgebung stimmte, der Input
stimmte. Es war ein runder, schöner Lehrgang. Wir möchten mehr davon.
Frauke Drewitz, Sachbearbeiterin für
Öffentlichkeitsarbeit des AVSH
|