Bericht von Ingo Fassbender zur die Geisternacht 2011
Auch in diesem Jahr wurde wieder eine Nachtwanderung mit Gruseleinlage durchgeführt.
Dass Geisterteam bestand im Wesentlichen aus dem jeweils ältesten Jungen- und Mädchen-Zelt. Anders als bei der Olympiade nahmen hier einige Kinder die Freiwilligkeit in Anspruch und lehnten eine aktive Rolle bei der Geisternacht ab.
Dafür konnten wir andere Camp-Teilnehmer für eine Mitarbeit als Maskenbildner und Beleuchter gewinnen.
Kreativität und Ideen sprudelten nur so. Mit Nivea und Papiertaschentüchern wurden die Gesichter teilweise vor dem Schminken vollkommen verändert oder entstellt. Auch die eine oder andere Frisur fiel der Rolle zum Opfer. Aber auch dies konnte die Begeisterung nicht bremsen und bis zum Schluss wurde noch am Outfit und der Rolle gefeilt.
Wegen der kurzen Vorbereitungszeit ging es etwas hektisch zu. Trotzdem wurden wahre Meisterwerke geschaffen und der Zeitplan locker eingehalten. Dabei blieben die Kinder sehr professionell und halfen sich gegenseitig.
So wurden in aller Eile 4 Zombis, 2 Gespenster, eine Wahnsinnige, eine Hexe, ein Messerstecher plus Opfer, zwei „Anschleicher“ und ein Wasserspritzer in Volltarnung zum Leben erweckt. Zusätzlich gab es einen weiteren Wasserspritzer, der aber eine natürliche Deckung nutzen konnte, eine „Sensenmann“-Figur, die vom Baum heruntergelassen wurde sowie einen Beleuchter, der die Zombies ins rechte Licht rücken sollte.
Die Aktiven wurden in mehreren Schüben an ihre Einsatzorte gebracht und eingewiesen. Da die Geister in diesem Jahr über einen längeren Streckenabschnitt verteilt werden sollten, hatten 3 Betreuer zuvor die Strecke und mögliche Standorte erkundet. Es sollte aber keiner der aktiven völlig allein bleiben. Es war jeweils mindestens ein Geister-Kollege in Ruf- oder Sichtweite. Schließlich mussten die ersten „Geister“ noch weit über eine Stunde warten, bis die erste Gruppe eintraf.
Währenddessen wurde im Camp die erste von vier Gruppen gesammelt und auf Wanderschaft geschickt. Die Jüngsten machten den Anfang. Die meisten wussten bereits aus dem Vorjahr, was geschehen würde. Trotzdem war eine gewisse Spannung da. Ein paar Jungen, die der Gruppe vorauseilten und lautstark endlich einen Geist forderten, konnte der Einweiser einen gehörigen Schrecken einjagen, als er unvermittelt aus dem Gebüsch trat. Dank des Einweisers fand die Gruppe dann auch den richtigen Weg, nachdem sie die richtige Abzweigung schon verpasst hatte.
Am Ende hatten die meisten Kinder viel Spaß bei der Nachtwanderung. Der eine oder andere hat sich auch tatsächlich gegruselt oder erschrocken und suchte die rettende Hand eines mitlaufenden Betreuers. Einige fanden es auch langweilig, wollten vielleicht aber auch nur nicht zugeben, dass sich hier und da doch erschreckt hatten.
Besonders die Hexe, gespielt von einem Jungen, hielt die Kinder mit seiner Geschichte in ihrem Bann und jagte den Kindern mit einem Schock-Effekt am Ende einen gehörigen Schrecken ein.
Vor dem Durchlauf der letzten Gruppe hatten sich alle Geister auf den Endabschnitt konzentriert. Ob dies daran lag, dass so ein besserer Effekt erwartet wurde oder sie den ursprünglichen Standort verlassen hatten, weil es ihnen im Stockfinsteren nicht mehr geheuer war, ließ sich anschließend nicht mehr eindeutig klären. Auf jeden Fall erforderte es sehr viel Einsatzfreude und Mut solange auszuharren, allein im Dunklen zu warten und dann einer ganzen Gruppe von Kindern gegenüberzutreten.
Nachdem auch die letzte Gruppe das Geistergebiet durchquert hatte, war es Zeit, die „Geister“ wieder einzusammeln und gemeinsam ins Camp zurück zu gehen.
Dabei wurden eifrig Erfahrungen ausgetauscht, Erlebnisse diskutiert und bereits Pläne für das nächste Camp geschmiedet. Dabei ließ sich feststellen, dass der eine oder andere über den eigenen Schatten gesprungen und jetzt sehr stolz auf das Geleistete war. Für einige war es ein echtes Erfolgserlebnis. Andere haderten ein wenig damit, dass sie eher lustig als gruselig angekommen waren.
Ohne Ausnahme haben alle Beteiligten sehr viel Spaß bei Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung gehabt. Und auch von vielen „Wanderern“ kam das Feedback, dass es manchmal gruselig, aber auch lustig war und auf jeden Fall viel Spaß gemacht hat.