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Prüfung in Hohenwestedt


Viel vorgenommen hatten sich die Hohenwestedter Aikidoka für den 01. Dezember. Jürgen Springborn und Detlef Kirchhof, beide 2. Dan Aikido, hatten zehn Prüflinge aus der Kinder- und Jugendgruppe vor sich. Alle hatten sich in den letzten Monaten bei ihrem Lehrer Detlef intensiv vorbereitet. 

Nicht nur Prüflinge füllten die Halle - auch Eltern, Großeltern, Geschwister und Freunde waren gekommen, um sich das Ereignis nicht entgehen zu lassen. Nach fast zwei Stunden gespannter Aufmerksamkeit bei Aktiven und Publikum konnten die beiden Prüfer das Ergebnis bekannt geben: Benno, Ben, Jannis, und Christopher bestanden die Prüfung zum 5. Kyu Aikido. Julian erreichte den 4. Kyu Aikido und Jenny, Valeria, Jonas und Benjamin sind nun 3. Kyu Aikido. 

Alle Prüflinge überzeugten mit souveräner und sicherer Vorführung nicht nur die Prüfer. Davon zeugte der anhaltende Applaus des Publikums, als Jürgen und Detlef den Kindern und Jugendlichen ihre neuen Farbgurte überreichten.

Herzlichen Glückwunsch!

Samurai Camp 2017


In diesem Jahr wurde der Start des Zeltlagers von Hoffen und Bangen begleitet. Würde das Wetter in den nächsten sechs Tagen besser werden oder weiterhin so unberechenbar bleiben wie in der Zeit davor? 21 Vereine aus ganz Deutschland mit insgesamt 76 Aikidoka waren im Camp vertreten. 28 Aikidoka zählte die Altersgruppe 9 – 13 Jahre, 29 die Altersgruppe 14 – 16 Jahre und 11 Aikidoka 17 – 18 Jahre (2 Teilnehmer und 7 Teamer/-innen jenseits dieser Grenzen, wobei eine Betreuerin im Kreis der 18-Jährigen enthalten ist.

Die Teilnehmenden kamen aus Nordrhein-Westfalen (9), aus Hessen (10), aus Niedersachsen (9), aus Hamburg (8), aus Sachsen (4), aus Mecklenburg-Vorpommern (3), aus Baden-Württemberg (1) und 32 aus Schleswig-Holstein. Der Verein aus Hohenwestedt stellte einmal wieder von der Vereinsstärke her den größten Verein, nämlich 12 Aikidoka. 34 weibliche standen 43 männlichen Aikidoka gegenüber. Insgesamt wurden 11 Zelte belegt, zwei von den Teamern und neun von den Teilnehmenden. Ein weiteres Zelt wurde für allgemeine Vorbereitungen sowie für das Werwolf-Spiel bereitgehalten. Zeitweise konnten die Pavillons, in denen gegessen, aber auch das Bergfest gefeiert wird, genutzt werden.

Nach Ankunft in Scharbeutz am Freitag, dem 28. Juli 2017, Mittagessen und Einweisung ins Camp, ging es erst einmal an den Strand. Nach dem Motto "kein Regen ist Sonne genug" genossen die Kinder und Jugendlichen Strand, Sand und Ostsee. Und tatsächlich zogen die ganz dunklen Wolken nördlich und südlich an uns vorbei. Das Camp war damit offiziell eröffnet. Natürlich ist das Samurai Camp ein Aikido- bzw. Sport-Camp. Deshalb wurden sechs anspruchsvolle, aber hochinteressante Trainingseinheiten mit einer unterschiedlichen Anzahl an Stationen durchgeführt. Dabei wurden auch Techniken gezeigt und geübt, die nicht zum Standard-Aikido gehören. Diese Abwechslung wurde von den Aikidoka begeistert aufgenommen. Natürlich gab es auch Zeit zur freien Verfügung, um eigene Interessen ausleben zu können, Kontakte zu anderen Teilnehmern aufzubauen oder zu vertiefen und auch, um Spiele selbstständig anzuleiten und zu spielen.

Zusätzlich gab es jedoch eine ganze Reihe von Workshops, u. a. Schminken, innere Motivation, Schlagfertigkeit, gesunde Ernährung, Tugenden der Samurai, Origami, Kalligraphie, Yoga, Tischtennis, Stock-Kampf, Gurt oder Knoten binden, Gipsmasken anfertigen, Slacklining, Ballspiele und Schach.

Die obligatorische Camp-Olympiade durfte natürlich auch nicht fehlen. Das jeweils älteste Jungen- und Mädchenzelt baute neun Stationen auf und führte die Disziplinen durch. Sieben Teilnehmerzelte waren hoch motiviert und kämpften voller Eifer um jede Disziplin und um den Gesamtsieg. Das älteste teilnehmende Jungenzelt hatte sich, wider Erwarten, auf einen Sieg eingestimmt. Es kämpfte verbissen um jeden Zentimeter, Liter, Ball oder Durchgang. Tatsächlich konnte es schließlich den Gesamtsieg für sich verbuchen, dicht gefolgt vom zweitjüngsten Mädchenzelt, für das auch einige Wattenbekerinnen gekämpft hatten. Und da wir endlich mal richtig Sonne hatten, blieben wir gleich unten am Strand, so dass alle zu Gewinnern wurden.

Der letzte und größte Höhepunkt war wie immer der Hansa-Park. Eine kurze Anfahrt mit dem Bus, und der Spaß konnte beginnen. Ob Kettenkarussell, Wasserrutsche, Fluch von Novgorod, der Schwur des Kärnan, Hai oder Barracuda Slide oder Blumenmeer-Bootsfahrt, alle konnten etwas finden, das ihnen Spaß machte. Dass sich eine halbe Stunde vor Ende der Regen wieder in Erinnerung brachte, konnte die Freude auch nicht mehr trüben. Wer gerüstet war für den Super Splash, dem konnte ein bisschen Regen nichts anhaben. Wie im Fluge war die Zeit schon wieder um.

Im Anschluss an den Hansapark gab es noch einmal das geliebte Grillen, wobei anfangs noch überhaupt nicht klar war, ob es trocken bleiben würde. Jedoch war uns der Wettergott einmal wieder gnädig. Am späteren Abend wurde noch einmal kräftig getanzt, um so auch das diesjährige Camp würdig zum Abschluss zu bringen.

Am nächsten Morgen hieß es Packen, Zelte in Ordnung bringen, Geschirr und Besteck zählen und Abreise. Das große Verabschieden begann, immer in der Hoffnung, sich im nächsten Jahr an gleicher Stelle wiederzusehen oder (im elektronischen Zeitalter) den Kontakt aufrecht halten zu können. Vielen Dank an alle Teilnehmer/-innen und Teamer für ein tolles Samurai Camp 2017. Es hat – auch nach 15 Jahren – wieder Spaß gemacht.

Lilo Schümann
Jugendleiterin des AVSH

Prüfungen in Hohenwestedt


Kurz vor der Sommerpause legten die Aikidoka in Hohenwestedt einen kleinen Zwischenspurt in Sachen Prüfungen hin. Am 11., 14. und 18. Juli stellten sie sich der Herausforderung und präsentierten, was sie sich erarbeitet hatten.

Den Auftakt machten Sascha Reimann, Fred Sörnsen und Florian Ehlers, die vor den Augen von Jürgen Springborn, 2. Dan Aikido, das Progamm für die Prüfung zum 3. Kyu Aikido präsentierten und schließlich freudestrahlend das Ergebnis entgegennahmen: Alle drei hatten die Prüfung zum Grüngurt bestanden.

Weiter ging es Schlag auf Schlag in der Kinder- und Jugendgruppe des MTSV Hohenwestedt: Diesmal war es Detlef Kirchhof, 2. Dan Aikido, der die Prüfung abnahm. Und als auch er schließlich Anni, Svea, Jette, Karolin, Alexander, Wladimir und Felix bescheinigen konnte, dass sie die Prüfungen zum 5. bzw. 4. Kyu Aikido bestanden hatte, konnte man deutlich sehen, dass er sich mindestens genauso sehr freute, wie der glückliche Aikido-Nachwuchs.

In der letzten Runde war dann nur ein Prüfling am Start: Jan stellte sich der Prüfung zum 2. Kyu Aikido vor den Augen von Roland Nemitz, 7. Dan Aikido. Bei dieser Prüfung ist das Programm schon recht umfangreich, und so kam insbesondere Jans Uke Detlef, der die ganze Zeit angriff und immer wieder locker flockig aufstehen musste, wenn er von Jan in die Ecke befördert worden war, gut in Schweiß. Auch hier konnten beide am Ende strahlen: Jan hatte die Prüfung zum 2. Kyu bestanden.

Herzlichen Glückwunsch!

Aikido und Stand Up Paddling in der Ostsee


Kinder- und Jugendlehrgang des AVSH am 17./18. Juni 2017 in Scharbeutz

Am Morgen des 17. Juni 2017 war es für uns dann so weit: Kinder und Jugendliche aus ganz Schleswig-Holstein versammelten sich in Scharbeutz, um gemeinsam die Bedeutung des Gleichgewichts im Aikido zu entdecken.

Kurz nach unserer Ankunft begann dann auch schon die erste Trainingseinheit unter der Anleitung von André Lienshöft (2. Dan) mit einigen Spielen zum Aufwärmen und Kennenlernen. Nachdem dann alle aufgewärmt waren, wurde geprüft, wo der Partner sicher stand und wo er seine Schwachstellen hatte, um danach mit dieser Erfahrung die Techniken zu üben.

Kurz nach unserem Mittagessen wanderten wir zum Strand, wo wir uns mit Beachvolleyball und Stand Up Paddling beschäftigten. Hier handelt es sich um eine Wassersportart, bei der ein Sportler aufrecht auf einer Art Surfbrett steht und sich auf dem Wasser mit einem Stechpaddel vorwärtsbewegt. Unter der Aufsicht von Ronny vom Surf-Center Lübeck, der uns erklärte, worauf wir zu achten hatten, wurden von der Hälfte der Gruppe die Surfbretter ins Meer gezogen und erklommen, während die andere Hälfte, angeleitet von Detlef, Beachvolleyball spielte. Nach einiger Zeit wurde gewechselt.

Beim Stand Up Paddling gab es so einige Schwierigkeiten, zum Beispiel mit dem Gleichgewicht, dem Wind, der uns raus aufs Meer trieb, oder aber mit dem 16 Grad kalten Wasser. Beim Beachvolleyball dagegen lag die Schwierigkeit eher bei der Entscheidung, wer aus dem Team den Ball annehmen sollte…

Vom Wasser erfrischt ging es zurück zur Jugendherberge, wo es Abendessen gab und die nächste Aikido-Einheit, diesmal geleitet von Detlef Kirchhof (2. Dan), auf uns wartete. Wir begannen wieder mit einem Spiel, auf das die Fallschule folgte. Erneut aufgewärmt widmeten wir uns weiteren Techniken, mit deren Hilfe wir den jeweils anderen aus dem Gleichgewicht bringen konnten. Müde von der vielen Bewegung, der frischen Luft und vielen neuen Erfahrungen endete für uns dieser Tag.

Nach dem Frühstück am nächsten Morgen wurden erneut die Gürtel gebunden, um zum letzten Training auf der Matte zu erscheinen. Lilo Schümann (3. Dan) ließ uns das Ausweichen üben und ergänzte mit ihren Techniken die Trainingseinheiten der beiden anderen Trainer. Nach dem Training durfte jeder erzählen, was er von diesem Lehrgang mitgenommen hat. Ein letztes Mal verbeugten wir uns, schulterten unser Gepäck und machten uns mit vielen neuen Eindrücken auf den Weg nach Hause.

Jessica Neuschl, 3. Kyu
Rendsburger TSV

Eltern, Kids und Eulen in Hohenwestedt


Ein Eltern-Kind-Training gab es an einem frühlingshaften Samstag im Dojo Hohenwestedt. Jugendtrainer Detlef Kirchhof, 2. Dan Aikido, hatte alle Kinder und Jugendlichen seiner Gruppen und deren Eltern für den 11. März eingeladen. Weit über 30 Teilnehmer folgten dieser Einladung. Die Eltern erhielten so einen fundierten Einblick in das Aikido-Training ihres Nachwuchses.

Nach dem Angrüßen, einem gemeinsamen Bewegungsspiel und einer sehr kurzen Aufwärmgymnastik ging es über zu Fallübungen und Bewegungsgrundschule. Schon hier merkten viele Eltern, welche motorischen Fähigkeiten erforderlich sind, um halbwegs die Richtung und Übersicht zu behalten. Was sich für die Eltern etwas schwieriger gestaltete, war für die Kinder und Jugendlichen überhaupt kein Problem – für sie waren es gewohnte Bewegungen.

Danach ging es mit einigen Aikido-Techniken weiter: Shiho-nage, Kote-mawashi, Kote-hineri und Kote-gaeshi. Manche Mamas und Papas staunten nicht schlecht, was Sohn oder Tochter da mit ihnen veranstalteten. Unterbrochen wurden die Übungen immer wieder mit Vorführungen der Kinder und Jugendlichen, die eine Auswahl ihres Könnens zeigten. Auch gab es immer wieder kurze Erläuterungen von Aikido-Lehrer Detlef, sowohl über die Elemente und Prinzipien des Aikido als auch über die Trainingsarbeit der Aikido-Gruppe in Hohenwestest. Ein abschließendes Jiyu-waza der Grüngurte beendete den sportlichen Teil.

Die Mutter einer Aikido-Schülerin der Gruppe hatte eine besondere Überraschung mitgebracht: Zwei Käuze waren plötzlich auf der Matte. Mit diesen Therapietieren, zu denen auch ein fast ausgewachsener Uhu gehört, arbeitet Bianka Wolf sonst in Senioreneinrichtungen, Demenzgruppen oder Kindergärten. Nun durften die Hohenwestedter Aikidoka die handzahmen Eulen streicheln – ein besonders eindrucksvolles Erlebnis.

Es hat allen sehr viel Spaß gemacht und für die Kinder und Jugendlichen war ein besonderes Vergnügen mal mit den Eltern zu trainieren und ihnen zu demonstrieren, was sie schon alles gelernt haben. Abschließend wurde das von den Eltern vorbereitete leckere Buffet geplündert und noch lange gemütlich geplauscht.