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Prüfung in Wattenbek


Nach Monaten der intensiven Vorbereitung war es nun am 26.6.2018 so weit. Fünf Anwärter stellten sich einer Kyu-Prüfung. Den Anfang machte Filip Goldmann mit einer Prüfung auf den 4. Kyu (orangener Gürtel), welche von Pieter Genzow (3. Dan Aikido) abgenommen wurde. Anschließend haben sich Alexander Lukas, Ning Cheng und Mara Genzow auf den 2. Kyu (blauer Gürtel) und Mirko Saggau auf den 1.Kyu (brauner Gürtel) prüfen lassen.

Der Prüfer, Ulrich Schümann (7.Dan Aikido), nahm sich ausreichend Zeit, um jeden Prüfling sein Können zeigen zu lassen. Dabei ergaben sich, dank sehr guter Leistungen, die Möglichkeiten für Ning und Mara, gleich die Prüfung auf den 1. Kyu mit ab- zulegen. Nach dem letzten Randori wurden die Ergebnisse der Prüfungen dann bekannt gegeben. Alle Anwärter haben die Prüfung bestanden und so freut sich der Verein über drei neue „Braungurte“ einen neuen „Blaugurt“ und einen neuen „Orangegurt“.

Herzlichen Glückwunsch!

Prüfung in Hohenwestedt


Eine kleine – aber feine – Aikido-Prüfung fand letzte Woche beim MTSV Hohenwestedt statt. Vier junge Aikidoka stellten sich bei ihrem Lehrer Detlef Kirchhof, 2. Dan Aikido, einer Graduierungsprüfung. Für Luka, Rene und Vitali war es die erste Prüfung – der 5. Kyu Aikido, gekennzeichnet durch den Gelbgurt, sollte es werden. Wladimir war mit der Prüfungssituation an sich schon vertraut. Er wollte den 4. Kyu Aikido (Orangegurt) erreichen.

Da Eltern und Geschwister von Mattenrand gespannt verfolgten, wie die jungen Aikidoka Technik um Technik vorzeigten, war es schon eine besondere Atmosphäre. Und so waren nachher nicht nur die vier Prüflinge stolz, als Detlef das Ergebnis verkünden konnte: Alle vier hatten das geforderte Programm sehr sicher ableisten können und entsprechend ihre Prüfungen bestanden.

Detlef nutzte die Gelegenheit, um den Anwesenden seine Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Hohenwestedt zu erläutern und allgemein etwas über das Aikido zu erzählen. Da die Prüfung im Rahmen des regulären Trainings stattfand, konnten dann auch alle Teilnehmende ein paar Techniken vorzeigen, die diese Ausführungen abrundeten.

Herzlichen Glückwunsch!

Kinder- und Jugendlehrgang in Bad Segeberg


Am Samstag, den 2. Juni 2018, trafen sich 19 Aikidoka zum Thema „Anspannung, Entspannung und Ausweichen“.

André Lienshöft vermittelte das Thema mit dem Schwerpunkt der Annahme des Angriffs. Die Schwachpunkte des Angreifers wurden demonstriert und erklärt. Es gab direkte Möglichkeiten beim geraden Schlag von oben, und zwar Irimi, bevor sich der Schlag entfalten konnte, aber auch ausweichende beim seitlichen Schlagangriff. Hier wurde die Energie des Angreifers umgelenkt. Die unterschiedlichen Möglichkeiten wurden mit wechselnden Uke (Partnern und Partnerinnen) geübt. Die Bedeutung der Annahme wurde herausgestellt. Ganz ernst wurde es, als der Angriff mit Hilfe eines Schaumstoff-Schwertes (präparierter Rohrisolationsschaumstoff) erfolgte. Dies steigerte die Anspannung und demzufolge auch die Konzentration. Die Geschwindigkeit des Angriffs erhöhte sich und die der Verteidigung entsprechend ebenso. Durch den Partnerwechsel mussten sich die Teilnehmenden immer wieder auf andere Situationen einstellen. Die Unterrichtszeit mit André verging wie im Fluge, so interessant war es.

Zur Mittagszeit wurde pünktlich die Pizza angeliefert. Normalerweise hat das italienische Restaurant gar keinen Pizzaservice, aber für uns wurde eine Ausnahme gemacht. Es gab eine ausgiebige Mittagspause auf den Bänken in der Turnhalle.

Zur zweiten Unterrichtseinheit erschien Sai-Kit Tsui, ein Jiu-Jitsu-Meister, der die Aufgabe hatte, uns Verteidigungsmöglichkeiten in beengten Situationen zu zeigen. Es ging richtig hart zur Sache mit Würge-Angriffen. Da mussten wir erst einmal den Kopf einziehen, um uns zu schützen. Ein Griff in die eigenen Haare diente zum Schutz des Gesichtes und ein Tritt auf den Fuß oder zum Schienbein des Angreifers zur Erlangung von Freiraum. Die Abwehrmöglichkeiten wurden auf der Matte eingeübt. Sie waren viel kürzer und direkter als beim Aikido. Auch beim Angreifen mussten Hemmungen überwunden werden. Tai-Kit ließ auch die Nervenpunkte nicht aus. Hier galt es, mit dem Daumen die richtigen Stellen zu finden. In der zweiten Hälfte des Unterrichtes übten wir die Techniken an der Wand und zwar ohne Rückzugsmöglichkeit. Der Einsatz der Hüfte war zur Befreiung sehr wichtig, ebenso der Schutz des Gesichtes mit angewinkelten Armen. Dieser Schutz war wieder Bestandteil zur Erlangung von Freiraum. Wir hätten alle nicht gedacht, dass es noch so viele Möglichkeiten zur Selbstverteidigung in solch beengten, bedrohlichen Situationen gibt.

Zum Abschluss der Selbstverteidigung mit Jiu-Jitsu gab uns Sai-Kit noch den Rat mit, den Gegner beim ersten Kontakt zu verwirren, indem man ihm einen Gegenstand zuwirft mit den Worten „fang“ und dann wegzulaufen. Eine andere Möglichkeit demonstrierte er mit einer Hand voll „Münzen“, die er spontan wegwarf. Die beste Option, sich zu verteidigen, besteht natürlich darin, sich gar nicht erst auf einen Streit einzulassen und wegzugehen.

Nach einer kurzen Stärkung mit Äpfeln und Getränken ging es weiter mit der letzten Einheit. Meister Hans Carstens, der Gastgeber des Aikido-Vereins Bad Segeberg, vermittelt das Thema Anspannung und Aufmerksamkeit. Er vermittelte dieses Thema über die Handhabung des Stabes. Er ging auch auf die aufrechte Haltung im Zusammenhang mit Aufmerksamkeit ein und versprach den Kindern, dass sie im Schulunterricht mindestens eine Note besser beurteilt werden würden bei Beachtung der aufrechten Sitzposition, die zudem eine bessere Durchblutung des Gehirns zur Folge habe.

Beim Thema Stab zeigte sich, dass besonders hohe Konzentration und Koordination erforderlich waren. Die Fortgeschrittenen hatten natürlich einen Vorteil, die Anfänger mussten erst mal Hände und Füße und Rechts und Links sortieren. Die anwesenden Meister halfen den Teilnehmenden dabei. Der Unterricht führte dazu, dass sogar einige Bewegungsabfolgen verinnerlicht wurden, die zu einer Stock-Kata führen. Hier beschäftigt man sich selbst mit dem Stock und einem imaginären Partner. Hans machte die Kinder und Jugendlichen darauf aufmerksam, dass sie das Glück hätten, noch sehr jung zu sein und deshalb noch viel Zeit hätten zu üben.

Zum Abschluss zeigte uns Hans Carstens noch eine Kostprobe seines Könnens. André Lienshöft war als Uke ganz stark gefordert. Hier konnte man erahnen, welchen großen Anteil das Aikido im Leben haben kann. Schöne runde Verteidigungsformen mit dem Stab brachten den Uke immer wieder zu Fall.

Mir hat der Lehrgang sehr viel Spaß bereitet und ich denke, den Teilnehmenden ebenso. Die jungen Aikidoka waren mit Eifer dabei. Für nicht wenige war dies der erste Lehrgang.

Lilo Schümann
Jugendleiterin des AVSH

Dieser Lehrgang wurde gefördert durch die Sportjugend Schleswig-Holstein. Dankeschön!

1. Vernetzungstreffen der PSG im DAB


Am 17. Februar 2018 kamen im Vereinshaus des Walddörfer Sportvereins Hamburg die Präventionsbeauftragten gegen sexualisierte Gewalt zu ihrem ersten Vernetzungstreffen auf Bundesebene zusammen.

Lilo Schümann, PSG SH, Ingrid Kositzki PSG Bund , Christian Recke und Claudia Weil-Beck PSG HHAuch im Sport ist die Sensibilität gegenüber sexueller Übergriffe im Laufe der letzten Jahre gewachsen. Mittlerweile mahnen wissenschaftliche Studien deutlichen Handlungsbedarf an. Bei der deutschen Sportjugend wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, der neben dem Ehrenkodex, dem erweiterten Führungszeugnis und zahlreichen Fortbildungsangeboten auch die Ernennung von Präventionsbeauftragten vorsieht.

Bei unserem Treffen haben wir die folgenden Fragen zur Definition des Inhaltes und Umfanges unserer Aufgaben als zentral angesehen:

  • Was kann in einer geschlossenen Gruppe (Verein) gegen sexualisierte Gewalt unternommen werden?
  • Wann entsteht für die Beauftragten Handlungsbedarf?
  • Welche Schritte können sinnvoll unternommen werden?
  • Wo kann man sich Hilfe holen?

Wir sind der Meinung, dass diese neue Aufgabe eine große Herausforderung darstellt und wissen, dass es ein "vollkommen richtiges" Handeln nicht geben kann. Jedoch ist die Alternative nicht, gar nichts zu tun.

Um Kinder vor sexueller Gewalt zu schützen, muss man ihnen Stimme und Sprache geben. Dazu gehört die Fähigkeit, Nähe und Distanz zum Gegenüber selbst bestimmen und auch Nein sagen zu können. Man muss sie stärken, denn Kinder mit einer starken Persönlichkeit werden seltener zu Opfern.

Aikido kann hier im positiven Sinne die Körperwahrnehmung schulen und die Persönlichkeit stärken. Dabei ist die Rolle des Trainers / der Trainerin entscheidend.

Brauchbares Material zu dem Themenkomplex ist leicht zu finden, so zum Beispiel auf den Internetseiten, des Deutschen Olympischen Sportbundes, der Sportjugend und diverser Opferorganisationen.

Wir wünschen uns für die Zukunft, dass in den einzelnen Landesverbänden die Ämter der Präventionsbeauftragten mit engagierten Aikidoka besetzt werden.

Ingrid Kositzki
Beauftragte zur Prävention gegen sexualisierte Gewalt des DAB

Kinder- und Jugendlehrgang in Bordesholm


Am 3. März hatte der Aikido-Verein Wattenbek wie jedes Jahr im Frühling zum Lehrgang für Kinder und Jugendliche aufgerufen, wobei Erwachsene genauso willkommen waren. Der eigene Verein war fast vollständig vertreten, aus dem restlichen Schleswig-Holstein kamen immerhin 10 Personen. Pünktlich um 11 Uhr begann die Begrüßung durch die beiden Trainer Pieter Genzow (3. Dan) und Sven Hüser (l. Dan), welche sich in den kommenden Stunden gerecht die Leitung des Lehrganges und das Vorführen der Techniken teilten.

Zum Aufwärmen wurden 3 Gruppen gebildet, welche in kleinen Spielen gegeneinander antraten. Spielerisch war auch das anschließende Sabaki, um zum Hauptthema des Lehrganges "Ushiro" überzuleiten. Danach wurden die einzelnen Techniken bis zum 4. Kyu hauptsächlich aus Ushiro-ryote-tori geübt. Die beiden Trainer nahmen sich genug Zeit, um bei jedem Aikidoka zu gucken und gegebenenfalls nachzuhelfen. Es wurde auch darauf geachtet, dass sich jeder immer wieder neue Trainingspartner nimmt, denn dann lernt man, seine eigene Führung und Haltung anzupassen und zu verbessern. Nach ánderthalb Stunden wurde es Zeit für eine Stärkung in der Mensa mit Gulasch und Nudeln.

Das Thema der 2. Einheit war "Judo". Hierbei waren viele schon sehr gespannt, was diese Sportart von unserer unterscheidet. Zum einen ist Judo ein Kampfsport, bei dem man Wettbewerbe gewinnen kann, Aikido eine Kampfkunst nur zur Selbstverteidigung. Geübt wurden die Bodenfesthaltetechniken, welche in einem Wettkampf vorkommen können. Zuerst hat sich Uke einfach auf den Bauch gelegt oder zusammen gekauert und Nage hat versucht ihn umzudrehen, wobei es jeder erstmal für sich ausprobiert hat, danach wurde die Technik gezeigt und wiederholt. Nach und nach entstand daraus die Technik Kami shiho gatame. Danach wurde aus der Rückenlage von Uke Kesa gatame geübt und dieser sollte versuchen sich zu befreien. Einigen gelang dies schon recht gut und nach ein paar gezeigten Tipps konnte jeder sich befreien. Nun war der Ehrgeiz von Nage geweckt und jedes Trainingspaar rang fleißig miteinander um die Beherrschung von Festhalte und Befreiung.

Allen machte dies großen Spaß, seine eigenen Grenzen auszutesten und einige wunderten sich bestimmt über sich selbst, wie sie darüber hinaus gegangen sind. Denn im Gegensatz zum Aikido liegt Uke auf dem Rücken und kann anders mit seinem Nage agieren. Kurz wurden auch noch die Techniken Yoko shiho gatame und Hara gatame ude garami gezeigt und geübt, jeweils als Festhaltender und als Befreiender. Während sich alle daraufhin erholten und ihre Kleidung wieder sortierten, zeigte und erklärte Pieter Genzow den großen Unterschied beider Sportarten: die Festhaltetechniken im Judo lassen dem Gegner Spielraum für Gegentechniken, z.B. freie Arme. Auch ist man mit vollem Körpereinsatz dabei, um einen Einzelnen am Boden zu halten, bis der Wettkampf nach bestimmter Zeit beendet wird. Zur Selbstverteidigung können diese Punkte von Nachteil sein und Aikido bietet sich dort besser an: der Angreifer liegt mit dem Bauch auf dem Boden und kann seine freie Hand nicht unmittelbar gegen den Verteidiger einsetzen; man erreicht mit geringstmöglichen Körpereinsatz den größten Nutzen, was vor allem für kleinere/leichtere Verteidiger gut ist und man kann die Umgebung im Blick behalten statt sich nur auf eine Person zu konzentrieren.

Danach gab es eine kleine Pause, bevor es in der 3. Einheit nach erneuter Erwärmung wieder um Angriffe von hinten ging. Die geübten Techniken waren wieder bis zum 4. Kyu gehend, allerdings variierte nun der Ushiro-Angriff. Durch aufmunternde Zurufe holten die beiden Trainer nochmal alles an Motivation aus den Teilnehmern, trotz Erschöpfung. Nach dem Abgrüßen und gemeinsamen Mattenabbau konnte endlich der bereitgestellte Kuchen vernascht und sich über den Lehrgang unterhalten werden. Vielleicht hat jeder für sich etwas Neues und Brauchbares auf seinem Weg des Aikido mitgenommen.

Madleen Genzow
Aikido-Verein Wattenbek

Dieser Lehrgang wurde gefördert durch die Sportjugend Schleswig-Holstein. Dankeschön!